Die VERAH®-Basisqualifikation führt oft schnell zu verantwortlicheren Aufgaben und größerer Berufszufriedenheit. Das vorhandene Wissen aus der Erstausbildung und Erfahrungswissen, gewonnen bei der praktischen Berufstätigkeit, wird durch die VERAH®-Weiterbildung sinnvoll ergänzt und strukturiert.

Viele VERAH® empfinden dabei die Prüfung nicht als Endpunkt, sondern als Startschuss für kontinuierliches Lernen. Sehr schnell wurde der Wunsch vieler VERAH® nach weiteren Qualifikationsangeboten offensichtlich, so dass das IhF mit dem VERAH® Plus-Modul »Häusliche Sterbebegleitung« den häufigen Nachfragen nach diesem Thema Rechnung trug und 2010 ein bundesweites Angebot aufbaute.

Damit ist den VERAH® die Möglichkeit gegeben, sich auch nach der erlangten VERAH®-Qualifikation fortzubilden. Dies kann in entspannter Atmosphäre und ohne Prüfung bei VERAH®-Fortbildungstagen geschehen, wo zwei Module an einem Tag angeboten werden, aber auch bei Hausärztetagen und während der »practica« gibt es immer die Möglichkeit, ein oder mehrere Module zu besuchen.

Welche Module werden angeboten?

Die Arzneimitteltherapie hat große Bedeutung in der Hausarztpraxis. VERAH® benötigen deshalb in diesem Bereich fundierte Kenntnisse, um ihre Rolle als Vermittlerin zwischen ÄrztIn und PatientIn wahrnehmen zu können. Darüber hinaus können sie im entsprechenden Rahmen wichtige Beiträge zur Behandlung leisten (z. B. Erfassung der Eigenmedikation des Patienten). Die Inhalte dieses Moduls sind:

  • Vermittlung von Kenntnissen über allgemeine Prinzipien der Pharmakotherapie (Pharmakokinetik, Darreichungsformen)
  • Erörterung und Einüben von konkreten Maßnahmen zur Beratung und Unterstützung von Patienten
  • Unterstützung des Arztes bei der Umsetzung von Pharmakotherapie
  • Vermittlung von Kenntnissen über die am häufigsten eingesetzten Medikamente für typische Anwendungsgebiete und Krankheitsbilder

Ärzte und MFA haben ein erhöhtes Burn-out-Risiko, das besonders häufig gerade motivierte MitarbeiterInnen betrifft. Dieses Seminar vermittelt über viele praktische Übungen hilfreiche Methoden, die mehr Lust auf die Arbeit machen und mehr Energie für die – eigentlich – doch sehr schöne Arbeit der MFA geben. Die erlernten Methoden sind zudem auch hilfreich für die Beratung von fast ausgebrannten PatientInnen.

  • immer mehr Betroffene
  • delegierbare Leistungen
  • arztunterstützende Leistungen

Im Mittelpunkt dieses Moduls stehen an die MFA delegierbare Leistungen, die im Rahmen der Betreuung von Menschen mit Diabetes immer wichtiger werden. Anhand von Fallbeispielen beginnt das Seminar mit der Diagnosestellung. Es folgen praktische Untersuchungsverfahren wie Messen von Bauchumfang, Blutdruck, Blutzucker, Spritzstellenkontrolle und Fußuntersuchung. Ebenso gehören ICD-Codierung, Dokumentation der erhobenen Befunde und Abrechnungsmöglichkeiten zum Fortbildungsmodul.

Das Modul soll die VERAH® in die Lage versetzen, eine koordinierende Funktion in der Versorgung von Demenzerkrankten wahrzunehmen. Vermittelt werden Bedeutung und Definition der Demenzerkrankung sowie in Grundzügen die Risikofaktoren, die Diagnostik (insbesondere Basisdiagnostik durch den Hausarzt), die Therapie, Versorgung und Pflege des Demenzkranken.

Gespräche überraschend einfach und konfliktfrei führen!
Empathische Gesprächsführung mit GfK nach Rosenberg
Empathie / Einfühlungsvermögen ist die Fähigkeit und Bereitschaft Gespräche besser zu verstehen & auf Konflikte eingehen zu können. Dieses wird mit dem Kommunikationsmodell Gewaltfreie Kommunikation (GfK) umgesetzt und verdeutlicht.

Gewaltfreie Kommunikation (GFK) hier der Grundlagenkurs  für Kommunikation zur einer empathischen Gesprächsführung für Privat- & Berufsleben

Wir Menschen sind soziale Wesen und in vielen unserer Bedürfnisse voneinander abhängig!

Nach der Gewaltfreien Kommunikation gelingt Kommunikation dann besser, wenn wir unsere Gefühle und Bedürfnisse aufrichtig mitteilen und unsere Bitten konkret formulieren.

Sie erlangen im Kurs ein tieferes Verständnis dafür, wie die Belange aller Beteiligten wirklich gehört werden können, insbesondere in angespannten Konfliktsituationen. Sie üben gemeinsam mit den anderen Teilnehmern, Lösungsmöglichkeiten zu finden, die Bedürfnisse aller im Blick zu haben. Sie stärken Ihre Klarheit und Bewusstheit in schwierigen Gesprächssituationen im Privat- & Berufsleben. Darüber hinaus nutzen sie die Gewaltfreie Kommunikation als Reflektionsmodell für Ihr eigenes Kommunikationsverhalten und lernen neue Wege einer verbesserten Gesprächsführung.

Ziel des Moduls ist es, VERAH® oder geneigte MFA in der Begleitung von Patienten mit Herzinsuffizienz zu schulen. Dabei werden Krankheitsentstehung, Therapie, Prognose und Patientenführung beleuchtet.

Im Anschluss sollen die TeilnehmerInnen ein besseres Verständnis der Krankheit besitzen und den Arzt in der Routine unterstützen können, um frühzeitig drohende Dekompensationen zu erkennen und rechtzeitig durch Optimierungsversuche der Therapie Ressourcen zu schonen und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhalten oder zu heben.

Die Hygiene ist nach Definition die Lehre von der Verhütung von Krankheiten und von Erhaltung, Förderung und Festigung der Gesundheit.

Leider wird Hygiene oft erst „sichtbar“, wenn Patienten, med. Personal oder andere zu Schaden kommen. Erfahren Sie in diesem Seminar alles rund um die Hygiene in der Praxis, Gefährdungsbeurteilung, Umgang mit infektiösen Patienten, profitieren Sie von Checklisten und Plänen und informieren sich über Übertragungswege und Infektionsrisiken in der Arztpraxis. Dies und mehr in 6 UE.

Eine wichtige Aufgabe in der Arztpraxis ist es, die Patienten über den Erhalt eines ausreichenden Impfschutzes zu informieren und für die Patienten unkomplizierte Zugangswege zu Impfungen zu gewährleisten. Nach der Grundimmunisierung im Kindesalter stellen regelmäßige Auffrischimpfungen bis zum Lebensende sicher, dass der notwendige Impfschutz erhalten bleibt und - wenn empfohlen - ein Impfschutz gegen weitere impfpräventable Infektionskrankheiten aufgebaut wird. Werden hohe Impfquoten erreicht, können einzelne Krankheitserreger vollständig ausgerottet werden, wie z.B. Masern und Poliomyelitis (Kinderlähmung).

Das VERAH-Impfmodul dient der Vertiefung des Wissens über Impfungen. Neben bekanntem zu Impfempfehlungen und zur Durchführung von Impfungen wird in diesem Modul auch spezielles Wissen zur Wirkungsweise von Impfungen und zu Impfreaktionen erörtert. Im Weiteren wird auf die einzelnen zur Verfügung stehenden Impfstoffe eingegangen, werden Unterschiede aufgezeigt und sich daraus ergebende verschiedene Impfstrategien diskutiert. Der letzte Teil des Impfmoduls besteht aus der Beantwortung spezieller Fragen, die sich im Praxisalltag zum Thema „Impfen“ ergeben.

 

Ein Notfall in der Praxis entsteht schnell, plötzlich und ist jederzeit möglich. Er wirft alle Routinen und alle Abläufe in der Praxis über Bord. Nun geht es um Sekunden: Was ist wann zu tun? Notfallnummer wählen und parallel dazu die Erste Hilfe am Patienten leisten? Wo ist der Notfallkoffer? Was gehört hinein?

Notfälle stellen daher eine große Herausforderung für das ganze Praxisteam dar.
Das angebotene Seminar geht ganz auf die Bedürfnisse der Praxis ein.

Es werden alle Notfallsituationen vom Kreislaufkollaps über Herzinfarkt bis hin zur allergischen Reaktion intensiv geschult. Dabei wird auf modernes Equipment zurückgegriffen. Das Training findet unter realistischen Bedingungen an Trainingspuppen statt. Die Übungen werden von zwei erfahrenen RettungssanitäterInnen assistiert.

Das sechsstündige Seminar »Palliative Care – häusliche Sterbebegleitung« führt in die besondere Situation des Palliativkranken und seine soziale Umgebung ein.
Die Inhalte werden von drei Säulen getragen und folgen dem sogenannten S-O-S-Modell:
Sachfragen klären – Orientierung geben – Sozialkompetenz stärken.
Das Aufbaumodul knüpft an die Ausbildungsinhalte zur VERAH® an und vertieft verschiedene, in diesem Zusammenhang relevante Elemente. Ziel ist es, die VERAH® auf die belastende Situation vorzubereiten, sie für verständnisvolles Auftreten zu sensibilisieren und ihr Fähigkeiten zu vermitteln, mit denen sie gutes hausärztliches Palliativhandeln unterstützen kann.

Ein weiteres VERAH® Plus-Modul widmet sich dem Thema »Pflegeversicherung und mehr: Patientenberatung und Antragswesen«.

Das Modul entstand in Zusammenarbeit mit der Compass Pflegeberatung. Die Teilnehmerinnen lernen, wie sie als VERAH® Patienten beraten und unterstützen können, um beispielsweise den Hilfebedarf richtig einzuschätzen. Wo müssen Leistungen beantragt werden, wo gibt es Schnittstellen zur Hausarztpraxis und was sind die Aufgaben der VERAH® in diesen Bereichen? Das Seminar ist damit ein Update zum Modul Case Management der VERAH®-Fortbildung, das in den Hausarztpraxen immer wichtiger wird.

Die Zielgruppe dieses Moduls sind erfahrene MFA und VERAH®, die Interesse an einer intensivierten Patientenkommunikation haben. In Diskussionen und Übungen wird die Schulungskompetenz der Teilnehmerinnen gestärkt. Inhaltlich werden Hintergründe und Verfahrensweisen zu Selbstmessungen von Gewicht, Blutdruck, Blutzucker, Peak-Flow-Messungen, INR-Messungen sowie die Selbstuntersuchung von Diabetiker-Füßen vermittelt.
Neu im Modul ist alles zum Thema geriatrisches Assessment und die Möglichkeit der Abrechnung.

Die Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzen kann für den Hausarzt eine Herausforderung darstellen, die durch die Einbindung der VERAH® in die Patientenbetreuung gemeinsam gelöst werden kann. In diesem Aufbaumodul werden der Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis Inhalte vermittelt, die den Wissensstand zum Thema »Schmerz« vertiefen:

  • Was ist Schmerz?
  • Umgang mit Schmerzpatienten im Praxisalltag
  • Ziele der Schmerztherapie
  • Diagnostik und Verlaufsbeobachtung
  • Grundlagen der medikamentösen Schmerztherapie

Diese Schulung vermittelt das erforderliche Wissen über die Pathogenese und die notwendige Diagnostik, sowie mögliche Therapieformen und Versorgungsmöglichkeiten. Die Teilnehmerinnen lernen, was sie zur Vermeidung der Entstehung von Ulcus Cruris und Diabetischem Fußsyndrom sowie zur Vorbeugung eines Rezidivs beitragen können.

Natürlich kommen auch die vielfältigen Möglichkeiten und der aktive Umgang mit dem modernen Wundmaterial als wesentlicher Teil der Therapie in dieser Schulung nicht zu kurz.

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